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Rock / Heavy Metal 09.09.2026

Reinhold Heil in "Der Soundtrack meines Lebens" über Nina Hagen, Spliff, "Carbonara" und Soundtracks

Reinhold Heil in "Der Soundtrack meines Lebens" über Nina Hagen, Spliff, "Carbonara" und Soundtracks

Reinhold Heil warnt vorab, dass man ihn gelegentlich ausbremsen müsse. Sein ADHS sorge dafür, dass er sich im Gespräch sonst nicht zurücknimmt. Aber: Er muss nicht gebremst werden, denn “Der Soundtrack meines Lebens” ist auch dafür da, ausschweifend Einblick ins musikalische Leben seiner Gäste zu geben. Das von Heil ist ein ungemein eklektisches.

1954 kommt er im hessischen Schlüchtern zur Welt. Als Schüler entdeckt er das Klavier, dann – Ende der 60er neu und teuer – die Hammond-Orgel. Seine lässt er modifizieren. Durch Vaters Elektrogeschäft hat er Zugang zu den neuesten Platten. Seine erste: “Open” von Julie Driscoll & Brian Auger.

Kirchliche Orgelmusik wird von Prog- und Art-Rock abgelöst. 1973 geht er nach Berlin. Er will Diplom-Tonmeister werden, macht weiterhin Musik als Keyboarder der Jazzrock-Band Bakmak. Dann landet er Ende der 70er in der Nina Hagen Band, die nahtlos zu Spliff wird. Für die schreibt er für das essenzielle NDW-Album “85555” den großen Hit “Carbonara” – und alle: “e una Coca Cola”.

Als Tonmeister agiert er aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen: im Studio. Er arbeitet mit Nena, Rio Reiser, Marianne Rosenberg, Rainbirds und Falco, prägt auch so die NDW mit. Mit seiner Partnerin Rosa Precht macht er als Cosa Rosa Musik – bis zu ihrem Tode. Eine schwere Phase für Heil, der 1997 Deutschland gen Santa Barbara verlässt, wo er ein neues Studio aufbaut. Ab jetzt kümmert er sich vermehrt um Soundtrack-Arbeiten, gerne im Verbund mit Johnny Klimek und Tom Tykwer. Zusammen entsteht etwa die Musik zum 90er-Kracher “Lola rennt”. Einen Grimme-Preis bekommt er 2016 für “Deutschland 83”.

Im Gespräch klärt Heil darüber auf, warum “Taxi Driver” von Bernard Herrmann, “Alien” von Jerry Goldsmith und “Blade Runner” von Vangelis seine liebsten Soundtracks sind. Außerdem erfahren wir, warum mit “The Electric Heidiland” 30 Jahre nach seinem Entstehen endlich Heils erstes Soloalbum erscheint.

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Der Beitrag <img class="visions-plus aboplus-fahne" src="https://www.visions.de/wp-content/plugins/item-plenigo/img/visions_plus.svg"> Folge 141 mit Reinhold Heil erschien zuerst auf VISIONS.de.

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